gespräch mit hombroich : raketenfestival: in ruhe musik hören
Mit dem Hombroich : Raketenfestival und Three Skies finden in diesem Herbst zwei Festivals statt, die genreübergreifende Experimentierfreudigkeit zelebrieren. Das Raketenfestival ist in den besonderen Architekturen und den großzügigen wilden Wiesen der ehemaligen Neusser Raketenstation zuhause. Die Konzerte sind ortsspezifisch; Vögel, Wind in den Bäumen und Regen formen die Geräuschkulisse. Während das Raketenfestival das Nervensystem ausgleicht wie ein Wochenende auf dem Land, ist bei Three Skies eher mit der Stimulierung urbaner Gleichzeitigkeit zu rechnen: hier teilen sich unterschiedliche Lautstärken, Geschwindigkeiten und Typen das Programm. Das dreitägige Festival löst die Night of Surprise ab, die elf Jahre im Stadtgarten stattgefunden hat, und dehnt sich nun auf kleine und große Venues Kölns aus. Verena Hahn sprach mit den Raketenfestival-Kurator:innen Miki Yui und Stefan Schneider, sowie mit Kieran Kaul, der Three Skies gemeinsam mit Thomas Gläßer programmiert.
reise nach düsseldorf: version mit kühen und schafen
Düsseldorf liegt am Rhein und an der Mündung von Musik und Kunst. Zwischen schwergewichtigen Kunstinstitutionen und künstler:innenbetriebenen Freiräumen entstehen hier seit der Nachkriegszeit besonders bewegliche Musikpraktiken, die vom Autodidaktischen, vom Installativen, Visuellen und Bewegten genährt werden. Stefan Schneider kennt die Stadt schon seit über 60 Jahren. Aus einem Gespräch mit NOIES-Redakteurin Verena Hahn entstand ein unvollständiges Porträt des Musikers und Labelbetreibers und der Stadt.