An der Schnittstelle zwischen technischer Kontrolle und spontanen Reaktionen auf unterschiedliche Resonanzräume bewegt sich die künstlerische Praxis von Hyemin Jung. Als queerer Sound Designer mit autodidaktischer Tonmeister-Ausbildung bricht er den Kanon binärer Strukturen nicht nur im Kontext von Identität, sondern auch im Umgang mit traditioneller Klangkomposition: Systematische Brüche, Dissonanzen und intuitive Prozesse verbinden sich in einem Dialog aus Equipment, Menschen und Atmosphären. Denise Schmid hat sich Jung und seiner Arbeit angenähert.
Aus NOIES 03/25 Juli 2025