gedanken über festivals: kölner festival für neue risiken
Festivals tragen dazu bei, dass lokale Szenen nicht zu stehenden Gewässern werden. Mit einem überregionalen Programm spülen sie neue Ideen und Formen in die Stadt, während die lokale Szene Zugang zu räumlichen, finanziellen und personellen Ressourcen bekommen kann, die im normalen Veranstaltungsbetrieb selten vorhanden sind. Schade, dass sich die Stadt Köln im Frühling mit Acht Brücken und Oluzayo von zwei ihrer Festivals für zeitgenössische Musik getrennt hat – und das ohne ein neues Format in Aussicht. Wir finden, Köln hat mehr verdient, und haben uns im Sommer 2025 in der Szene auf die Suche nach Ideen gemacht.
verliebt in die nicht-authentizität
Der Täubling behauptet: Der Mensch ist keine Zwetschge, all so auch nicht die Kunst. These: Kunst ≠ Zwetschge.
gedanken über postkoloniale neue musik: wege aus der dauerschleife
Von kolonialen Denkstrukturen ist auch die Neue Musik nicht befreit: Neue Musik-Diskurse produzieren ihre ganz eigenen Konzepte von »Authentizität«. Warum man diese hinterfragen sollte, in welcher Gegenwart sich die aktuelle Musik befindet und wie es gelingen könnte, sie zu dekolonisieren, untersucht Sophie Emilie Beha in ihrem Essay über postkoloniale neue Musik.